Loading...

Beiträge aus Praxis und Forschung gesucht! 11. Kulturpolitischer Bundeskongress

 
18. Februar 2022
  • Ausblick

Die Begründungen für eine – auch monetär gut ausgestattete – Kulturpolitik sind vielfältig. In letzter Zeit hat jedoch besonders eine Argumentationslinie starken Zuwachs erhalten: Zunehmend wird die Rolle der Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorgehoben. Dann ist wahlweise vom „Kitt“, „Bindemittel“ oder „Klebstoff“ für die Gesellschaft und zur Sicherung der Demokratie die Rede. Dabei wird ignoriert, dass andere Felder – so zum Beispiel der Sport, das freiwillige Engagement oder die Bildung – Gleiches für sich in Anspruch nehmen. Auch wird in der Regel zwar die Rolle von Kultur für Zusammenhalt betont, der Mechanismus dahinter aber nicht diskutiert. Unklar bleibt oftmals auch, worin das (exklusive) Potential der Kultur in diesem Kontext liegt, ob Kultur nicht auch ebenso Spaltung erzeugen kann und wie dies mit dem exklusiven Charakter zahlreicher Kulturveranstaltungen zusammenpasst.

Im Kontext multipler gesellschaftlicher Krisen lohnt sich mehr denn je eine Auseinandersetzung mit den damit zusammenhängenden Fragestellungen. Für ein vom Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) ausgerichtetes Fachforum im Rahmen des 11. Kulturpolitischen Bundeskongresses „Kunst der Demokratie. Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik“ am 9./10. Juni 2022 in Berlin der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) werden deshalb Beiträge aus Praxis und Forschung gesucht, die jeweils einen etwa zehn bis fünfzehnminütigen Impuls zum Thema „Kultur als Kohäsionsmotor? Vom Spiel mit Zusammenhalt“ leisten können. Hierbei sind sowohl Beiträge aus der kulturellen und kulturpolitischen Praxis als auch aus wissenschaftliche Beiträge erwünscht. In dem Fachforum werden die verschiedenen Perspektiven dann vorgestellt und anschließend mit den Teilnehmer*innen diskutiert.

Wir freuen uns über Ideen zu Beiträgen jeglicher Art, die bis zum 18. März 2022 in Form eines kurzen Abstracts (max. 300 Wörter) an fgz@uni-hannover.de eingereicht werden können.